Kiwicha (Amaranth) | MARY LINDA Online Shop

Kiwicha (peruanischer Amaranth) ist ein ganz besonderes Getreide, das eigentlich gar keines ist, denn es gehört zur Gruppe der so genannten „Pseudogetreide“. In den winzigen Körnchen steckt eine Fülle an leicht verwertbaren Nähr- und Vitalstoffen. Das macht das Powerkorn Kiwicha, hierzulande auch bekannt unter dem Namen Amarant, nicht nur für ältere Menschen, Kinder und Sportler, sondern für alle Menschen zu einem echten Superfood. Sehr zur Freude all jener, denen das im Getreide enthaltene Klebereiweiß Gluten gesundheitliche Probleme bereitet, ist Kiwicha absolut glutenfrei.

Kiwicha ist ein Wort aus der südamerikanischen Quechua-Sprache und wird ausschließlich für hochwertiges Amarant aus der Andenregion, vor allem aus Peru verwendet, in Abgrenzung zum wesentlich minderwertigeren, zu kommerziellen Zwecken in Asien (v.a. in Indien) angebauten Amarant. Der wissenschaftliche Name Amaranthus entstammt dem griechischen amàranthos und bedeutet so viel wie nicht welkend oder unsterblich - ein Name, der bezeichnend ist für die Kraft, die dieser Pflanze innewohnt!

Kiwicha verfügt über eine geballte Ladung leicht verwertbarer Nähr- und Vitalstoffe, an die kein herkömmliches Getreide herankommt. Schon vor 3.000 Jahren zählten die Samen und Blätter der Pflanze zu den Grundnahrungsmitteln der Inkas und Azteken – Völker, die für ihre unverwüstliche Gesundheit bekannt waren.

Botanisch gesehen zählt Kiwicha nicht wie herkömmliches Getreide zur Familie der Süßgräser, sondern zu den Fuchsschwanzgewächsen. Es handelt sich hierbei also nicht um ein Getreide im eigentlichen Sinn, sondern um ein sogenanntes Schein- oder Pseudogetreide. Die winzigen Kiwicha-Körner sind kleiner als Senfkörner, so dass an einer einzigen Kiwicha-Pflanze bis zu 50.000 Körner heranreifen können.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt, dass der Kohlenhydratanteil von Kiwicha bei etwa 56 Gramm liegt und damit deutlich geringer ist als der von Getreide. Das ist insbesondere für jene Menschen interessant, die auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung achten. Ein weiterer Vorteil des Kiwicha ist der, dass die enthaltenen Kohlenhydrate ausgesprochen leicht verwertbar sind und dem Körper sehr schnell in Form von langanhaltender Energie zur Verfügung stehen. Zudem ist der Ballaststoffanteil von Kiwicha außergewöhnlich hoch, was sich positiv auf das Sättigungsgefühl und die Darmgesundheit auswirkt. Der Fettanteil von Kiwicha beträgt insgesamt etwa 9 Gramm. 70 Prozent der enthaltenen Fette bestehen aus ungesättigten Fettsäuren. Dazu zählen auch die Alpha-Linolensäure und die Linolsäure - zwei essentielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und infolgedessen über die Nahrung aufnehmen muss. Des Weiteren enthält Kiwicha Lecithin, welches bei der Fettverdauung eine ebenso wichtige Rolle spielt wie beim Aufbau des Gehirns und des Nervengewebes. Kiwicha enthält sämtliche essentiellen Aminosäuren und verfügt insgesamt über einen Proteingehalt von etwa 15 bis 18 Prozent – ein Wert, den keines der herkömmlichen Getreide erreicht. Daher ist Kiwicha insbesondere, aber nicht nur für Vegetarier und Veganer ein vorzüglicher Eiweißlieferant.

Doch liefert Kiwicha nicht nur viel, sondern auch qualitativ sehr hochwertiges Eiweiß mit einer für Getreide und Saaten außergewöhnlich hohen biologischen Wertigkeit von 75. Besonders hervorzuheben ist außerdem sein hoher Gehalt an Lysin, eine essentielle Aminosäure, die im Energiestoffwechsel, bei der Fettverbrennung und zum Aufbau von körpereigenem Kollagen eine wichtige Rolle spielt und, wie neue Forschungen zeigen, sogar im Kampf gegen Krebs eingesetzt werden kann.

In Bezug auf seinen Vitalstoffanteil lässt Kiwicha andere Getreidearten verblassen. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang sein ausgesprochen hoher Magnesiumgehalt von etwa 330 mg sowie sein hoher Calciumgehalt von 215 mg. Auch sein Eisenreichtum (9 mg) und seine Zinkwerte (4 mg) sollten keinesfalls unerwähnt bleiben. Sein hoher Eisengehalt ist besonders in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen, die mit Eisenmangel zusammenhängen, von großer Bedeutung. 

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